5. Patiententreff der Deutschen GBS CIDP Initiative e.V. Landesverband Sachsen

Motomed – Training zu Hause

Am 22.09.2018 fand in den Räumen des VDK Sachsen, auf der Schillerstraße 3 in Freiberg unser 5 Patiententreffen statt.

Wir trafen uns zum Thema Motomed. Die Vorstellung eines Therapiegerätes, das zur Erhaltung und Kräftigung der Muskelgruppen bei neurologischen Erkrankungen verordnet werden kann. Es trägt auch zur Kräftigung und Stärkung des Herz- Kreislaufsystems bei. Dazu haben wir Dipl. Sportlehrer Herrn Marco Breitsprecher von der Firma Reck gebeten das Therapiegerät Motomed vorzustellen. Er erläuterte uns die Anwendung und den Aufbau eine Motomeds.

Dies ist ein Hilfsmittel ähnlich eines Ergometer (Fahrrad). Aber nicht nur Beine, sondern auch die Arme können mit Bewegungen trainiert werden. Das ist unabhängig von Tages-, oder Jahreszeit und von der jeweiligen Tagesform. Die Ergebnisse der erreichten Leistung können gespeichert werden, so dass man immer eine Kontrolle hat, wie der momentane Stand der jeweiligen Extremität (Arm oder Bein) unter einer gewissen Kraftaufwendung ist.

Der Aufbau des Motomeds ist für den Patienten übersichtlich.

Man kann die Dauer, die Intensität (Geschwindigkeit) und die Belastung (Kraftaufwendungen) der jeweiligen Übung (Arm oder Bein) einstellen. Diese werden auch während der Übungen auf dem Monitor angezeigt. Ebenso sind inaktive Bewegungen der Arme und Beine sogenannte Ruhephasen möglich. Da übernimmt das Motomed den jeweiligen Bewegungsablauf selbständig.

Wir hatten die Möglichkeit unter Anleitung des Dipl. Sportlehrers Herrn Breitsprecher dieses Motomed auszuprobieren. Wir waren alle begeistert, und uns einig das dies eine sehr gute Möglichkeit ist, für die jeweiligen Betroffenen Patienten ihre Koordinierung, die Kraft und Ausdauer der genannten Extremitäten, sowie Herz,- Kreislaufsystem zu stärken. Man kann mit dem Motomed hervorragend die Arme und Beine kräftigen und Paresen in der Muskulatur entgegenwirken und hinauszögern.

Leider ist meist der Erhalt eines solchen Motomeds langwierig. Es braucht Zeit, die Krankenkassen zur Kostenübernahme zu überzeugen.

Man sollte vorab schon einmal zu Hause ein Motomed für sich ausgetestet und trainiert haben. Den Antrag dazu stellt man beim Hausarzt und dem Sanitätshaus, die dieses Motomed 4 Wochen zu Hause kostenfrei zur Verfügung stellen.

Ich selbst habe dieses Motomed zu Hause getestet. Es ist für mich gerade in den Wintermonaten, wo die körperlichen Belastungen eher gering sind, ein ideales Sportgerät.

Daraufhin habe ich es im Januar dieses Jahrs bei der Krankenkasse beantragt. Von der Antragstellung – Ablehnung – Widerspruch – MDK Gutachter – nochmalige Ablehnung – schweigendes Verhalten – und Zusage vergingen 10 Monate.

Ich habe die Anwesenden ermutigt diesen Weg zu gehen, denn der Erfolg – die Zusage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse bestätigt dies.

Ich möchte mich bei Herrn Breitsprecher für die Bereitstellung, Einführung zur Anwendung und Nutzung des Motomeds recht herzlich bedanken.

Abschließend haben wir uns über die bevorstehenden Termine in der Region verständigt. Auch haben wir zwei weitere Termine für das Jahr 2019 zu unseren Gesprächskreisen vereinbart.

Gert Grellert
Landesverband Sachsen

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