Die Leitlinien zur Therapie von GBS und CIDP wurden überarbeitet

Die S2e-Leitlinie „Therapie akuter und chronischer immunvermittelter Neuropathien und Neuritiden“ der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (AWMF-Registernummer 030/130) steht nach fünf Jahren in einer vollständig überarbeiteten Neufassung zur Verfügung. Prof. Dr. med. Claudia Sommer hat die Leitlinienarbeit federführend koordiniert.

Zur Gruppe der immunvermittelten Neuropathien und Neuritiden gehören das Guillain-Barré-Syndrom (GBS), die chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyradikuloneuropathie (CIDP), paraproteinämische Neuropathien, Neuropathien mit Autoantikörpern gegen Schnürringbestandteile, die Multifokale motorische Neuropathie (MMN) ebenso wie Vaskulitische Neuropathien. Ihre Behandlung unterscheidet sich abhängig von der Diagnose. In die aktualisierten Therapieempfehlungen sind neue Erkenntnisse aus klinischen Studien und aktuellen Cochrane Reviews eingeflossen.

Die Autoren betonen, dass neben einer sorgfältigen Diagnose und Indikationsstellung auch eine adäquate schriftliche Patientenaufklärung, engmaschiges Monitoring und Prophylaxe von Nebenwirkungen unverzichtbar sind.

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