GBS Sachsen trifft Bundespräsident Frank Walter Steinmeier

Gespräche auf Augenhöhe

Noch nie war ich in Großenhain, obwohl ich lange 77 Jahre nie weiter weg als 77 km davon entfernt wohne. Umso mehr überraschte mich eine Einladung dorthin. Dazu kam noch, dass diese vom sächsischen Ministerpräsidenten Stanislav Tillich und seiner Frau kam.  Der Anlass war der Antrittsbesuch des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier im Freistaat Sachsen. Dabei hatte der ländliche Raum von Oberwiesenthal über Penig bei Chemnitz, Bad Lausick, Nünchritz und nun Großenhain Vorrang vor den sächsischen Metropolen.

Am 13. November 2017  waren „Ehrenamtler“ zum Empfang in das Kulturschloss Großenhain geladen und damit deren Engagement gewürdigt. Probleme des demografischen Wandels machen Freiwilligentätigkeit unabdingbar.

Wohltuend kurze Begrüßungsreden vom Ministerpräsidenten und Bundespräsidenten ließen Raum für zahlreiche persönliche Gespräche und den Meinungsaustausch.

Auch meine Frau und ich wurden mit Handschlag begrüßt, nach unserer ehrenamtlichen Tätigkeit befragt, welche Probleme dabei auftreten und was wir uns zur Lösung derselben erhoffen. Dem ruinierten Ruf Sachsens stellte ich entgegen: „Was für den Dresdner Christstollen die Hefe, sind die Sachsen für Deutschland“. Nach der einschränkenden Bemerkung: „Manches Hefestück muss lange gehen, bevor es gebacken werden kann“ – der Bundespräsident mit Augenzwinkern: „Ich weiß, ich weiß“.

Wir erlebten einen beeindruckenden Abend mit einer Erkenntnis, Politiker können mehr sein als es sich oft in Presse und Fernsehen vermuten lässt.

Eckhard Schröter
Landesverband Sachsen

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