Gesprächskreis im MediClin Reha-Zentrum Plau

Am 24. März 2017 waren wir im Rahmen eines Gesprächskreises zu Gast im MediClin Reha-Zentrum Plau am See. Wir möchten uns ganz herzlich für die Hilfe und Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung bedanken.

Dem Wunsch einiger Mitglieder unseres Vereins, auch mal einen Gesprächskreis in ihrer Wohnnähe durchzuführen, entsprachen wir damit. Auch in Zukunft werden wir Gesprächskreise in verschiedenen Orten anbieten.

Das Reha-Zentrum Plau am See rehabilitiert Patienten mit neurologischen und orthopädischen Krankheitsbildern (Neurologie und Frührehabilitation Phase C). Behandelt werden alle neurologischen Krankheitsbilder, die einer konservativen, rehabilitativ orientierten Therapie zugänglich sind. Dazu gehören u.a. die folgenden Erkrankungen:

  • Störungen des peripheren Nervensystems durch Polyradikulitiden, Polyneuropathien oder mechanischer Schädigung von Nervenbahnen
  • Zustände nach entzündlichen Erkrankungen des Nervensystems

Als Gesprächspartner standen uns Herr Krüger (Physiotherapeut) und Herr Barby (Sozialdienstmitarbeiter) zu Verfügung. Beide beantworteten gern unsere vielen Fragen u. a. zu folgenden Themen:

  • Vitamin D Mangel
  • Übungen mit der Blackroll (eine Fazienrolle)
    Die Blackroll funktioniert nach dem Prinzip der aktiven Regeneration.
    Damit sind Verklebungen im Bindegewebe gemeint, die Muskeln und Muskelgruppen umhüllen. Regelmäßig durchgeführte Übungen mit der Blackroll lösen diese Faszien, um so Muskelverspannungen zu lösen und die Durchblutung zu steigern.
  • Übungen mit dem Terraband
  • Tägliche Übungen für den Hausgebrauch, z. B. beim Zähneputzen auf einem Bein stehen
  • Bedeutung der MTT
    Die MTT ist ein wichtiger Teil der ambulanten Rehabilitation und der Nachsorge im Anschluss an eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme (IRENA).
  • Das zweite Pflegestärkungsgesetz

Im Nachhinein befasste ich mich intensiver mit dem Begriff „Faszien“ und wurde natürlich im Internet fündig.

Der Begriff entstammt dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Band“ oder „Bündel“, was auf die Struktur der Faszien hinweist. Faszien sind ein bandförmiges, sehr reißfestes kollagen reiches Gewebe, das oft nur einen einzigen Millimeter dick ist. Es besteht u. a. aus Kollagenfasern, Wasser und verschiedenen Klebstoffen. Diese Kombination sorgt für Elastizität und Gleitfähigkeit. Somit können Organe leicht verschoben und Muskeln können geschmeidig bewegt werden.

Verklebte Faszien führen zu zwei unterschiedlichen Problematiken: Einerseits wird durch den Verlust ihrer Zugkraft und Flexibilität die Bewegungsfähigkeit der betroffenen Muskelfasern deutlich eingeschränkt. Andererseits können die Nerven, die durch diesen Gewebebereich führen, gequetscht werden, was zu empfindlichen Schmerzen führen kann. Dabei handelt es sich um Schmerzen, deren Ursache auf einem Röntgenbild nicht auszumachen ist, so dass bei undefinierbaren Schmerzen immer auch an die Faszien zu denken ist.

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