Epigenetischer Bluttest erkennt ME/CFS  in Pilotstudie

Ein Bluttest hat in einer Pilotstudie eine hohe Sensitivität bei der Diagnose der ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue Syndrom) erzielt. Die Veränderungen könnten für eine vermehrte Aktivierung des Immunsystems verantwortlich sein. Die ME/CFS ist die schwerste Form der postinfektiösen Malaise, zu der es aus bisher unbekannten Gründen auch nach harmlosen Infekten kommen kann. Betroffene leiden unter einer lähmenden körperlichen und geistigen Schwäche, die bereits bei geringen Aktivitäten auftritt und viele davon abhält, das Haus zu verlassen. Bisher fehlt ein Test, mit der sich die Diagnose einer ME/CFS bestätigen oder sogar frühzeitig stellen lässt. Der Test erkannte 22 von 24 ME/CFS-Fällen. In der Kontrollgruppe fiel er nur in einem Fall positiv aus. Die Diagnose beruht allerdings weiterhin auf den Angaben der Patientinnen und Patienten zu Post-Exertioneller Malaise, Fatigue, Müdigkeit, Schmerzen, kognitiven Einschränkungen („Brain Fog“), orthostatischer Dysregulation und Schlafstörungen, die subjektiv gefärbt und nicht überprüfbar sind. Ein Test, dessen Ergebnisse nach mehreren Tagen vorliegt, wäre trotz der hohen Kosten (im Bereich von etwa 1.000 Pfund) nach Ansicht der Open University in Milton Keynes in der Lage, die Diagnose zu beschleunigen und möglicherweise die in manchen Kreisen noch immer bestehende Skepsis gegenüber der Erkrankung zu überwinden. Der Test könnte auch neue Einblicke in die Pathogenese liefern.

Ausführlich hier:
https://www.aerzteblatt.de/news/epigenetischer-bluttest-erkennt-mecfs-in-pilotstudie-b8a8ba70-5e5d-4154-8465-234c06cd3b1d