RSV-Impfung auch bei Immunsuppression wirksam

Eine Impfung gegen das Humane Respiratorische Syncytial-Virus (RSV) löst auch bei der besonders gefährdeten Gruppe der immungeschwächten Personen eine gute Immunantwort aus  – bei gleichzeitig guter Verträglichkeit. Das berichtet eine Arbeitsgruppe. „Die Impfung, die erst vor einer Saison zugelassen wurde, wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für gesunde Menschen ab 75 Jahren empfohlen, für Menschen mit schweren Grunderkrankungen wie einem geschwächten Immunsystem ab 60 Jahren“, erläuterte Sester, Professorin für Transplantations- und Infektionsimmunologie an der Universität des Saarlandes. „Nahezu alle Studienteilnehmer hatten bereits vor der Impfung eine messbare Basisimmunität“, erläutert die Erstautorin der Studie, Saskia Bronder. Dies liege daran, dass alle Menschen im Laufe ihres Lebens bereits mit RSV in Kontakt gekommen seien. Nach der Impfung beobachteten die Forschenden insbesondere einen Anstieg der CD4-T-Zellen bei den geimpften Personen. Auch die Zahl der Antikörper gegen ein Protein, mit dem das Virus an eine Zelle andockt, hatten sich nach der Impfung im Vergleich zur Kontrollgruppe bei allen Gruppen fast verdoppelt. Die Nebenwirkungen waren dabei laut der Arbeitsgruppe „sehr moderat“. Am häufigsten berichteten die Patientinnen und Patienten von leichten Schmerzen um die Einstichstelle. Schwerwiegendere Komplikationen sind laut dem Forschungsteam nicht aufgetreten.

Quelle:

DeutschesÄrzteblatt https://www.aerzteblatt.de/search/result/8e26ce4c-0e89-4a91-8101-77ccb866b1d9?q=Syncytial-Virus+